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Wirtschaft & Politik

Wirtschaft & Politik

Das Königreich Saudi-Arabien, kurz KSA, ist eine absolute Monarchie in Vorderasien. Das Land besteht in seinen heutigen Grenzen seit 1932, der Absolutismus als Staatsform wurde in der Grundordnung von 1992 festgeschrieben. Hauptstadt und größte Stadt des Landes ist Riad, die zweitgrößte ist die Hafenstadt Dschidda. Saudi-Arabien ist durch seine Ölexporte eines der reichsten Länder der Welt. Dank seines Reichtums kann Saudi-Arabien es sich leisten, seine Bevölkerung mit großzügigen Sozialleistungen zu versorgen und sichert sich so politische Stabilität im Inneren. Zunehmender Druck auf den Staatshaushalt durch den Ölpreisverfall seit Anfang 2015 zwingt das Land, seine Einnahmequellen zu diversifizieren. Mit dem Reformvorhaben „Vision 2030“ soll dies verwirklicht werden.

 

Die „Vision 2030“ ist ein ehrgeiziges wirtschaftliches Projekt der saudischen Führung, dessen Details am 25. April 2016 von Kronprinz Mohammed bin Salman verkündet wurden. Der Plan sieht vor, Saudi-Arabiens Abhängigkeit vom Erdöl deutlich zu verringern. So soll der Anteil von Öl und Gas am Bruttoinlandsprodukt Saudi-Arabiens von heute 47 % auf 11 % im Jahr 2030 gesenkt werden. Mit Investitionen von 109 Milliarden Dollar will Saudi-Arabien Weltmarktführer im Bereich der Photovoltaik werden. Teil der Vision 2030 ist, den Anteil der Frauen an der Erwerbsbevölkerung erheblich zu erhöhen. Des Weiteren will das Land gezielt in die Ausbildung der jungen Bevölkerung und ihre Beschäftigungssituation sowie in die Infrastruktur des Königreiches investieren. Saudi-Arabien versucht zudem ausländische Investoren anzulocken und plant dafür Hürden für ausländische Investitionen abzubauen.

Die “Vision 2030” basiert auf drei Hauptsäulen, die dazu beitragen sollen, die saudische Wirtschaft und Gesellschaft bis 2030 zu verändern:

  1. Saudi-Arabien soll eine herausragende Rolle in der islamischen und arabischen Welt spielen.
  2. Saudi-Arabien soll ein globaler Knotenpunkt für Investitionen zu werden.
  3. Saudi-Arabiens strategisch wichtiger Standort ist immens wichtig, um das Land in ein globales Handelszentrum zu verwandeln, das die drei Kontinente Asien, Europa und Afrika verbindet.

Ein Teil der Diversifizierung der Wirtschaft soll durch die Öffnung hin zum weltweiten Tourismus, abseits von muslimischen Pilgern, erfolgen. Seit 2019 werden hierzu Touristen-Visa unter sehr einfachen Verfahren ausgestellt. Vor Beginn der Corona-Pandemie trug der Tourismus 5,3% zum Bruttoinlandsprodukt bei, wobei über 90% alle Reisen einen Pilger- oder Religionshintergrund hatten. 

Geplant ist, dass bis 2030 der Anteil des Tourismus am Bruttoinlandsprodukt bei über 10% liegen soll, wobei sich die Aufenthalte auf 55% internationale Besuche und 45% inländische Reisende verteilen sollen. Saudi-Arabien wird für dieses ambitionierte Ziel zusätzliche Unterkünfte für verschiedenste Arten des Tourismus erbauen lassen. Dies wird auch Geschäfte, Arbeitsplätze und andere Möglichkeiten für die Einheimischen erhöhen. Momentan ist der Pilgertourismus der Haupttourismus in Saudi-Arabien. 

Die Möglichkeiten den Tourismus weiter zu diversifizieren scheinen jedoch zahlreich, da Saudi-Arabien sowohl über unterschiedliche geographische Gegebenheiten verfügt, als auch historische Kultureinrichtungen und wachsende Städte sein Eigen nennt. Das Königreich hat die Gesetze für Touristen im Land modernisiert und möchte seine Tourismussektoren hin zu folgenden Arten diversifizieren: Geotourismus, Kulturtourismus und Eventtourismus

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